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Neue Funktionen: Corona-Warn-App Version 1.5 ist ab sofort zum Download verfügbar

Janina Hoerdt on 19. Oktober 2020

Sowohl im Google Play Store als auch im Apple App Store steht ab sofort ein neues Update für die Corona-Warn-App bereit. Mit der Version 1.5 der App werden neue Funktionen eingeführt wie eine Symptomerfassung oder die Unterstützung des europäischen Corona-App-Gateways. Zusätzlich werden auch einige „Bugs“ behoben und Verbesserungen geliefert.

Hinweis für iOS Nutzer*innen: Die App-Version 1.5 setzt mindestens die iOS-Version 13.6 voraus. iOS-Nutzer*innen sind somit dazu angehalten, ihr Betriebssystem zu aktualisieren, bevor das Update auf die neue App-Version 1.5 gestartet wird.


Unterstützung des europäischen Corona-App-Gateways ermöglicht

Die neue Version 1.5 der deutschen Corona-Warn-App unterstützt das europäische Corona-App-Gateway.

Nach erfolgreicher Installation der neuen Version bekommen die Nutzer*innen beim ersten Start der App ausführliche Informationen über die Anbindung an das europäische Corona-App-Gateway sowie die angepassten Datenschutzrichtlinien sowie Nutzungsbedingungen.


Sowohl Android als auch iOS Nutzer*innen können Zugang zu dieser Liste über „Risiko-Ermittlung“ oben auf dem Startbildschirm der App erhalten. Dort müssen sie anschließend „Länderübergreifende Risiko-Ermittlung“ auswählen, um die Liste der teilnehmenden Länder einzusehen.

Nachdem Brüssel heute den europäischen Gateway-Service gestartet hat, können von nun an Zufalls-IDs sowie Diagnoseschlüssel mit den Corona-Apps der teilnehmenden Länder in der EU geteilt werden. Nach Deutschland, Italien und Irland folgen in Kürze weitere Staaten.

Der Gateway-Service sorgt für die Pseudonymisierung und Sicherheit der geteilten Schlüssel, die Identität der Nutzer*innen bleibt somit verborgen. Gleichzeitig fungiert dieser als Universal-Übersetzer, wodurch die verschiedenen IT-Systeme der einzelnen Länder miteinander kommunizieren können. Wenn eine neue App ab das Gateway angeschlossen wird, kann der Staat dabei zudem flexibel entscheiden, wie die Informationen über eine Infektion übermittelt werden. Die deutsche Corona-Warn-App setzt dabei die „Ein Europa“-Option um. Demnach werden alle Diagnoseschlüssel aus allen teilnehmenden Ländern über das nationale und europäische Gateway an alle App-Nutzer*innen aus allen teilnehmenden Ländern verteilt. Erfahren Sie mehr zum europäischen Corona-App-Gateway in dem Blog von Jürgen Müller, Mitglied des Vorstands der SAP SE und Chief Technology Officer (CTO), und Adel Al-Saleh, Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom AG und T-Systems-CEO.


Symptomerfassung

Nach dem Erhalt eines positiven Testergebnisses haben Nutzer*innen nun die Möglichkeit, freiwillig ihre Symptome in der App zu erfassen. Durch diese Symptomerfassung kann die Infektiosität der Nutzer*innen, die Diagnoseschlüssel teilten, genauer definiert werden. Die App kann damit präziser auswerten, wie groß das Infektionsrisiko einer Begegnung ist.

Nutzer*innen, die ihre Symptome erfassen möchten, werden gebeten den Symptomstart in einem Kalender anzugeben.


Verbesserung der Textverständlichkeit

Im Rahmen des Updates wurde zudem mithilfe des Feedbacks der Open-Source-Community auf GitHub die Verständlichkeit der App-Texte, beispielsweise bei Fehlermeldungen oder Erklärungen, verbessert. Dazu gehören unter anderem die Beschreibungen beim Einscannen der QR-Codes (iOS) oder die Info zur Verwendung der Standort-Dienste (Android).


Fehlerbehebungen

Für Android-Nutzer*innen wurden zwei bislang häufig auftretende „Bugs“ behoben:

Zum einen führte die App in einigen Fällen so häufig Risikoüberprüfungen durch, dass das Limit für die Anzahl an Risikoüberprüfungen pro Tag erreicht und somit eine Fehlermeldung angezeigt wurde. Dieses Tageslimit wurde nun gemeinsam mit Google angehoben. Somit können ab sofort mehr Begegnungen pro Tag überprüft werden.

Zum anderen kam es bei manchen Geräten zu Startschwierigkeiten beim Öffnen der App. Mit Version 1.5 setzt sie sich in solchen Fällen nun automatisch zurück und kann problemlos verwendet werden.

Eine entsprechende Meldung weist aktiv darauf hin, dass das Zurücksetzen der App keine Auswirkung auf Risikoermittlung und -status hat. Die aktiven Tage werden auf 0 zurückgesetzt, ebenfalls ohne Auswirkung auf Risikoermittlung und -status. Außerdem wird darauf hingewiesen, dass ein gerade eingescannter QR-Code durch das Zurücksetzen der App ungültig wird. Die Nutzer*innen müssen in diesem Fall das Testergebnis direkt beim Arzt bzw. Labor anfragen.