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Projektteam integriert Schnelltests in Corona-Warn-App Version 2.1

Hanna Heine on 2. Mai 2021

Acht Partner sind zum Start dabei

In der neuesten Version der Corona-Warn-App (2.1) hat das Projektteam aus Deutscher Telekom und SAP die angekündigten Schnelltests integriert, sodass Nutzer*innen ihre Mitmenschen nun noch schneller warnen und Infektionsketten noch schneller unterbrechen können. Das Update steht allen Nutzer*innen innerhalb der nächsten 48 Stunden zur Verfügung.

Zum Start der Schnelltestintegration beteiligen sich acht Partner, darunter das das Bayerische Rote Kreuz, dm-drogerie markt, Doctorbox, EcoCare, die Healthcare Marke von Ecolog Deutschland GmbH (mit unter anderem Lidl), Huber Health Care und testbuchen.de/No-Q. Außerdem sind das Bundeskanzleramt, das seine Mitarbeiter*innen testet, und das Ministerium für Bildung und Kultur Saarland, das den Lehrer*innen Schnelltests ermöglicht, zum Start dabei.

Seit Ankündigung der Integration Ende März sind außerdem 125 Anfragen von Schnelltest-Betreibern aus unter anderem Testzentren und dem Einzelhandel eingegangen, die sich an der Integration beteiligen möchten. Interessierte Unternehmen können SAP und Telekom über registrierung.labore.pandemietest@t-systems.com kontaktieren.

Nutzer*innen können ihre Mitmenschen noch schneller warnen

Nutzer*innen haben damit die Möglichkeit, sich bei vielen der beteiligten Partner von geschulten und autorisierten Mitarbeiter*innen auf COVID-19 testen zu lassen und das Ergebnis des Schnelltests per QR-Code zu erhalten. Schnelltest-Termine können sie vorab buchen:

In den ersten Tagen nach Start der Integration kann es bei wenigen Partnern noch zu kleineren technischen Schluckaufs kommen. Insgesamt läuft die Integration aber zufriedenstellend und die Nutzer*innen scheinen die Option bereits sehr gut anzunehmen.

Nach dem Test kann ein negatives Testergebnis für 48 Stunden in der App angezeigt werden. Ein positives Testergebnis wird in der App angezeigt, bis der oder die Nutzer*in es teilen. So soll sichergestellt werden, dass Nutzer*innen andere so schnell wie möglich warnen, um eine mögliche Infektionskette schnell zu unterbrechen.





Der Schnelltest wird von der Corona-Warn-App gleichberechtigt zum PCR-Test behandelt. Nutzer*innen können ihre Kontakte im Falle eines positiven Schnelltest-Ergebnisses direkt warnen, indem sie ihr Testergebnis teilen. Kontaktpersonen erhalten in ihrer Corona-Warn-App entsprechend eine Warnung über eine Begegnung an einem Tag mit niedrigem (grüne Karte) oder erhöhtem Risiko (rote Karte). Ob die Warnung aufgrund eines Schnelltests oder aufgrund eines PCR-Tests erfolgte, ist in der App nicht ersichtlich.

Zwar werden die persönliche Daten der Nutzer*innen an den Teststellen gespeichert, damit Mitarbeiter*innen sie im Falle eines positiven Tests an das Gesundheitsamt weitergeben können, in der Infrastruktur der Corona-Warn-App sind, im Sinne des dezentralen Ansatzes, aber nur kryptische Tokens vorhanden.

In Fall eines positiven Schnelltest-Ergebnisses sollten Nutzer*innen außerdem umgehend einen PCR-Test machen, um das Ergebnis zu bestätigen oder zu widerlegen. Bei einem positiven PCR-Test, sollten Nutzer*innen auch dieses Testergebnis teilen. So können sie Kontaktpersonen warnen, denen sie möglicherweise seit Teilen des Schnelltest-Ergebnisses bis zum Teilen des PCR-Test-Ergebnisses begegnet sind. Sollte der PCR-Test negativ sein, haben sie aber nicht die Möglichkeit, ihren positiven Schnelltest und die Warnung zurückzuziehen.

Positiv auf COVID-19 getestete Nutzer*innen, die zuvor über die Funktion der Eventregistrierung bei einem Event oder an einem Ort eingecheckt waren, können ihre Check-ins gemeinsam mit dem positiven Schnelltest- und/oder PCR-Testergebnis teilen.

Ein negatives Testergebnis in der App kann Nutzer*innen, falls gesetzlich festgelegt, als Nachweis für das Vorliegen eines negativen Schnelltest-Ergebnisses dienen. Die Anerkennung von Test-Nachweisen kann allerdings von Bundesland zu Bundesland variieren. Nutzer*innen sollten sich deshalb über die jeweiligen Kriterien in ihrem Bundesland informieren.

Um das Ergebnis möglichst schnell in der App zu erhalten, sollten Nutzer*innen die App zeitnah nach dem Test öffnen, sodass sie sich aktualisiert und das Testergebnis schnell vorliegt. Zwar ruft die Corona-Warn-App Testergebnisse auch automatisch im Hintergrund ab, je nach Betriebssystem kann das aber etwas länger dauern.

Im Video-Walkthrough können Sie sehen, wie das neue Feature funktioniert (iOS-Beispiele):

  • Negatives Schnelltest-Ergebnis
  • Positives Schnelltest-Ergebnis

Hotlines sind nun auch aus dem Ausland erreichbar

Nutzer*innen können den technischen Supports und die TAN-Hotline der Corona-Warn-App nun auch aus dem Ausland erreichen. Bisher hatten beide Hotlines eine Nummer, die nur in Deutschland funktionierte. Nutzer*innen, die sich im Ausland befinden, können nun die +49 30 498 75401 anrufen, um den technischen Support zu erreichen und die +49 30 498 75402 für die TAN-Hotline.

Version 2.1 wird, wie vorherige Versionen auch, schrittweise über zwei Tage an alle Nutzer*innen ausgerollt. iOS-Nutzer*innen können sich die aktuelle App-Version ab sofort aus dem Store von Apple manuell herunterladen. Der Google Play Store bietet keine Möglichkeit, ein manuelles Update anzustoßen. Hier steht Nutzer*innen die neue Version der Corona-Warn-App über die nächsten 48 Stunden zur Verfügung.